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Quarantäneorganismen

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Riskiers nicht 3

Riskier's nicht!

4. Januar 2019

«Riskier’s nicht!» : Machen Sie Ihre Kunden darauf aufmerksam, dass sie aus den Ferien keine Pflanzen oder Tiere mitbringen sollen. Es können Krankheiten oder Schädlinge eingeschleppt werden, die Ihre Kulturen befallen und sich über die ganze Schweiz ausbreiten könnten.

Gesetzliche Grundlagen

Pflanzenpass

www.concerplant.ch

Alle, die Pflanzen der «Wirtspflanzenliste» in Verkehr bringen, ausser bei Lieferung/Verkauf direkt an nichtgewerbliche Endverbraucher. Für Pflanzenverschiebungen zwischen der Schweiz und Nicht-EU-Staaten gelten separate Bestimmungen (Pflanzenschutzzeugnis).
Nur Betriebe, die beim Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst EPSD registriert sind, dürfen einen Pflanzenpass ausstellen.

Schadorganismen


  • Asiatischer Laubholzbockkäfer, Citrusbockkäfer
Paletten und Holz nach Eiern und Larven des Asiatischer Laubholzbockkäfern und die eingeführten Citruspflanzen nach  Citrusbockkäfern absuchen, um frühzeitig einen Befall zu erkennen. Sofort Fundmeldung an kantonales Pflanzenschutzamteinreichen!
  • Xylella fastidiosa (Feuerbakterium)

Xylella fastidiosa wurde im Oktober 2013 erstmals in Europa festgestellt und als Ursache des breitflächigen Absterbens von Olivenbäumen in Süditalien identifiziert. Das Bakterium befällt ein breites Pflanzenspektrum und bedroht auch viele unserer Zier- und Nutzpflanzen. Dabei können grossflächige Bestände in kurzer Zeit absterben („fastidiosa“ = „lästig“, „leidig“, „verdriesslich“). 

Der Quarantäneorganismus galt bereits gemäss der alten Pflanzenschutzverordnung vom 28.02.2001 als meldepflichtigSeit dem 15. Juni 2016 dürfen in der Schweiz und der EU die „Wirtspflanzen“ von Xylella nur noch mit Pflanzenpass in Verkehr gebracht werden. Dadurch wird die Rückverfolgbarkeit sichergestellt.

Zum verbesserten Schutz vor Einschleppung und Verbreitung des Feuerbakteriums werden die vorbeugenden Massnahmen laufend ausgebaut.

Ab 1.3.2018 werden deshalb im Rahmen der Pflanzenpasskontrolle neu auch alle  „Wirtspflanzen“ von Xylella visuell kontrolliert.
Zusätzlich werden 6 besonders sensible Wirtspflanzen durch die beauftragte Kontrollorganisation oder den Eidg. Pflanzenschutzdienst beprobt 
(Coffea, Lavandula dendata, Nerium oleander, Olea europaea, Polygala myrtifolia, Prunus dulcis). 

Beachten Sie insbesondere die „Hinweise und Tipps zur Verhinderung der Einschleppung und Verbreitung von Xylella fastidiosa und anderen Quarantäneorganismen".

Noch ist die Schweiz befallsfrei. Helfen Sie mit, dass dies so bleibt!

Gesetzliche Grundlagen

Versicherung für Folgeschäden durch Quarantäneorganismen

Unternehmen der Grünen Branche können sich seit diesem Jahr bei der AXA gegen Xylella und andere Quarantänekrankheiten versichern. Auch will der Versicherer bei einem Befall zwischen Pflanzenschutzbehörde und Kunde vermitteln.

Informationen erhalten Sie direkt bei der AXA-Versicherung

Diagnose Online

Beratung von Schädlingsbefall der Forschungsanstalt WSL

Es wird in der WSL mit dem Bund und den Kantonen nach einer ausführlicheren Weisung gesucht. Ab Juli 2018 gilt:

Wenn es Verdacht auf einen Quarantäne-Organismus für den Wald an einem Baum ausserhalb des Waldes gibt, wird gratis nach dem gesuchten Organismus untersucht. Alle anderen Fälle an Bäumen ausserhalb des Waldes sind kostenpflichtig und alles was landwirtschaftlich (zB Obstbäume) von Bedeutung ist, wird an die kantonalen Pflanzenschutzdienste (und weiter zu AGROSCOPE) gesendet.

Eidg. Forschungsanstalt WSL

Dr. Valentin Queloz

Waldschutz CH | Protection des forêts CH

Pflanzenschutzlabor C10

Zürcherstrasse 111

CH-8903 Birmensdorf

valentin.queloz@wsl.ch

http://www.waldschutz.ch

Tel 044 739 23 88

Fax 044 739 22 15


Baum- und Waldkrankheiten

Agroscope - Pflanzenschutzdiagnostik

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