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Pflanzenschutz

Inhalt

VERSICHERUNG QUARANTÄNEORGANISMEN

XYLELLA FASTIDIOSA

BUCHSBAUMZÜNSLER

ASIATISCHER LAUBHOLZBOCKKÄFER UND CITRUSBOCKKÄFER

BITTE KEINE PFLANZEN UND TIERE AUS DEN AUSLANDFERIEN MITBRINGEN

DIAGNOSE ONLINE

MASSNAHMEN
- Vorbeugende Methoden
- Chemische Pflanzenschutzmittel
- Verzicht auf Herbizide


VERSICHERUNG FÜR FOLGESCHÄDEN DURCH QUARANTÄNEORGANISMEN

Unternehmen der Grünen Branche können sich seit diesem Jahr bei der AXA gegen Xylella und andere Quarantänekrankheiten versichern. Auch will der Versicherer bei einem Befall zwischen Pflanzenschutzbehörde und Kunde vermitteln.

Informationen erhalten Sie direkt bei der AXA-Versicherung

Xylella fastidiosa

Xylella fastidiosa

Ab 1.3.2018: Kontrollpflicht für Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa

Xylella fastidiosa wurde im Oktober 2013 erstmals in Europa festgestellt und als Ursache des breitflächigen Absterbens von Olivenbäumen in Süditalien identifiziert. Das Bakterium befällt ein breites Pflanzenspektrum und bedroht auch viele unserer Zier- und Nutzpflanzen. Dabei können grossflächige Bestände in kurzer Zeit absterben („fastidiosa“ = „lästig“, „leidig“, „verdriesslich“). 

Der Quarantäneorganismus galt bereits gemäss der alten Pflanzenschutzverordnung vom 28.02.2001 als meldepflichtig. Seit dem 15. Juni 2016 dürfen in der Schweiz und der EU die „Wirtspflanzen“ von Xylella nur noch mit Pflanzenpass in Verkehr gebracht werden. Dadurch wird die Rückverfolgbarkeit sichergestellt.

Zum verbesserten Schutz vor Einschleppung und Verbreitung des Feuerbakteriums werden die vorbeugenden Massnahmen laufend ausgebaut.

Ab 1.3.2018 werden deshalb im Rahmen der Pflanzenpasskontrolle neu auch alle  „Wirtspflanzen“ von Xylella visuell kontrolliert.
Zusätzlich werden 6 besonders sensible Wirtspflanzen durch die beauftragte Kontrollorganisation oder den Eidg. Pflanzenschutzdienst beprobt
(Coffea, Lavandula dendata, Nerium oleander, Olea europaea, Polygala myrtifolia, Prunus dulcis). 

Beachten Sie insbesondere die „Hinweise und Tipps zur Verhinderung der Einschleppung und Verbreitung von Xylella fastidiosa und anderen Quarantäneorganismen".

Noch ist die Schweiz befallsfrei. Helfen Sie mit, dass dies so bleibt!

Gesetzliche Grundlagen


Gesetzliche Meldepflicht

Bei Verdacht auf Xylella (abgestorbene Blattränder und Triebe an Pflanzen) wenden Sie sich an Ihre kantonale Pflanzenschutzstelle.


Bildmaterial Symptome Xylella fastidiosa (EPPO)

Bildmaterial Symptome Xylella fastidiosa (Osservatorio Fitosanitario)


Wer ist pflanzenpasspflichtig?

Alle, die Pflanzen der «Wirtspflanzenliste» in Verkehr bringen, ausser bei Lieferung/Verkauf direkt an nichtgewerbliche Endverbraucher. Für Pflanzenverschiebungen zwischen der Schweiz und Nicht-EU-Staaten gelten separate Bestimmungen (Pflanzenschutzzeugnis).
Nur Betriebe, die beim Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst EPSD registriert sind, dürfen einen Pflanzenpass ausstellen.

Weitere Informationen zum Pflanzenpass finden Sie auf www.concerplant.ch .

Buchsbaumzünsler

Buchsbaumzünsler
Buchsbaumzünsler neu

Der Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) befällt Buchs unterdessen in der ganzen Schweiz. Unbedingt frühzeitig biologisch bekämpfen, denn das Bakterienpräparat wirkt am besten gegen kleine Raupen.


Asiatischer Laubholzbockkäfer und Citrusbockkäfer

Paletten und Holz nach Eiern und Larven des Asiatischer Laubholzbockkäfern und die eingeführten Citruspflanzen nach  Citrusbockkäfern absuchen, um frühzeitig einen Befall zu erkennen. Sofort Fundmeldung an kantonales Pflanzenschutzamt einreichen!

Riskier's nicht !

Riskiers nicht 3

«Riskier’s nicht!» : Machen Sie Ihre Kunden darauf aufmerksam, dass sie aus den Ferien keine Pflanzen oder Tiere mitbringen sollen. Es können Krankheiten oder Schädlinge eingeschleppt werden, die Ihre Kulturen befallen und sich über die ganze Schweiz ausbreiten könnten.


Diagnose online

Beratung von Schädlingsbefall der Forschungsanstalt WSL

Es wird in der WSL mit dem Bund und den Kantonen nach einer ausführlicheren Weisung gesucht. Ab Juli 2018 gilt:

Wenn es Verdacht auf einen Quarantäne-Organismus für den Wald an einem Baum ausserhalb des Waldes gibt, wird gratis nach dem gesuchten Organismus untersucht. Alle anderen Fälle an Bäumen ausserhalb des Waldes sind kostenpflichtig und alles was landwirtschaftlich (zB Obstbäume) von Bedeutung ist, wird an die kantonalen Pflanzenschutzdienste (und weiter zu AGROSCOPE) gesendet.

Eidg. Forschungsanstalt WSL

Dr. Valentin Queloz

Waldschutz CH | Protection des forêts CH

Pflanzenschutzlabor C10

Zürcherstrasse 111

CH-8903 Birmensdorf

valentin.queloz@wsl.ch

http://www.waldschutz.ch

Tel 044 739 23 88

Fax 044 739 22 15


Baum- und Waldkrankheiten

Agroscope - Pflanzenschutzdiagnostik

Massnahmen

Vorbeugende Methoden

Um Pflanzen gesund zu erhalten und einen Befall von Schädlingen und Krankheiten zu vermeiden, gibt es eine Reihe von vorbeugenden Massnahmen: 

  • Pflanzen standortgerecht nach Herkunft, Verhalten und Wurzelsystem (Pfahlwurzler, Faserwurzeln, Rhizome) auswählen
  • Landerde / Mutterboden schützt in heissen Sommern
  • Optimale Nährstoff- und Wasser-Versorgung der Pflanzen

Biologischer Pflanzenschutz

Viele Pflanzenschutzprobleme können mit Nützlingseinsatz und mit biologischen Mitteln gelöst werden.

Beratung durch Andermatt Biocontrol in Grossdietwil

Chemische Pflanzenschutzmittel

Liste der Pflanzenschutzmittel, welche in der Schweiz zugelassen sind.

Bewertung von Pflanzenbehandlungsmitteln der VSSG (Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter)
Positionspapier VSSG Nachhaltigkeit Pflanzenschutzmittel

Verzicht auf Herbizide

Der Einsatz von Herbiziden ist auf Wegen und Plätzen verboten.
Herbizide können von befestigten Flächen leicht ins Grundwasser gelangen und der Umwelt sowie dem Menschen Schaden zufügen. Methoden mit Maschinen und Geräten bieten Ersatz und sind in der Broschüre von JardinSuisse zu diesem Thema erwähnt.

Bestimmte Inhalte und Dokumente sind ausschliesslich für Mitglieder von JardinSuisse zugänglich.