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Coronavirus – Informationen für Betriebe

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Coronavirus - Informationen für Betriebe

24. März 2020

Der Bundesrat hat am 20. März die Massnahmen im Kampf um die weitere Ausbreitung des Coronavirus verschärft. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten, allgemeinen Informationen und Links, die laufend aktualisiert werden: 

So schützen wir uns
Pandemieplan - Handbuch für die betriebliche Vorbereitung
Ratgeber für Arbeitgeber

Das Coronavirus verbreitet sich auch in der Schweiz rasant. Im Zusammenhang mit der Pandemie stellen sich für Unternehmer verschiedene Fragen. Auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit sind einige Antworten aufgelistet. Dabei sind für die Unternehmer vor allem die folgenden Punkte wichtig: 10. Betriebsferien bei Pandemie; 19. Lohnfortzahlung; 20. Mahnwesen; 22. Quarantäne; 24. Umsatzeinbussen; 27. Betriebsschliessungen

Die Bestimmungen und Weisungen in den einzelnen Kantonen:

Aargau, Appenzell Ausserhoden, Appenzell Innerrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zürich, Zug

Was bedeuten diese Verordnungen und Bestimmungen konkret für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Grünen Branche? 

Gärtnerischer Detailhandel / Produktion

Verkaufsaktivitäten / Auslieferung von Waren 

Heimlieferungen sind weiterhin möglich, Abholmöglichkeiten dürfen eingerichtet werden, wobei jedoch die Geschäftsräume nicht betreten werden dürfen und die Hygiene- und Abstandsregeln unbedingt eingehalten werden müssen. Die Verordnungen und deren Erläuterungen werden durch den Bund und die Kantone laufend angepasst. Dies kann Konsequenzen auf die Möglichkeiten im Verkauf von Pflanzen haben.

Vorkehrung finanzieller Einbussen (Aufzeichnung von Mengen)

JardinSuisse rät seinen Mitgliedunternehmen, die produzierten/verkauften Mengen sowie die Schäden (Verderb) schriftlich zu dokumentieren, siehe Excelliste JardinSuisse.

Eintrag in Online-Karten Hauslieferdienste

Beispielsweise haben der Tagesanzeiger und der Bund Webseiten eingerichtet, auf denen sich Betriebe eintragen können, wenn diese Blumen und Pflanzen nach Hause liefern.  

Warenbezug bei Baumschulen und Zierpflanzenbetrieben

Die Baumschulen und Zierpflanzenbetriebe dürfen ihre Waren an Garten- und Landschaftsbauer verkaufen, immer unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsvorschriften. Auch dürfen die Lieferanten auf die Baustellen liefern. Bitte berücksichtigen Sie dabei die örtlichen Gärtnereien und informieren Sie Ihre Kunden, dass diese direkt beim Gärtner bestellen können.  

Garten- und Landschaftsbau

Baustellen bleiben offen (nach Bundesrecht / Änderungen vorbehalten)

Achtung: Die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie werden verpflichtet, die Empfehlungen des Bundes zur Hygiene und zum Abstandhalten einzuhalten. Betriebe, die sich nicht daran halten, werden geschlossen. Ein Baustellenverbot kann nur der Bundesrat sprechen.

Um sich auf Baustellen von COVID-19 zu schützen, müssen einige Punkte erfüllt sein, siehe Checkliste für Baustellen.  

Bei Lieferengpässen oder sogar Betriebsschliessungen kann es dazu führen, dass Arbeiten nicht rechtzeitig ausgeführt und Termine nicht eingehalten werden können. Dann kommt OR Art. 366 zur Anwendung, siehe Werkvertrag im Pandemiefall.

Kurzarbeit

Durch die aktuelle wirtschaftliche Ausnahmesituation sind auch Personen, welche befristet, temporär oder in arbeitgeberähnlichen Anstellungen arbeiten sowie Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, stark betroffen. Deshalb sind die Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet und die Beantragung vereinfacht worden, siehe SECO. Die Erleichterung der Voranmeldung von Kurzarbeit und Ausweitung der Anspruchsberechtigten, finden Sie hier.

Aargau, Appenzell Ausserhoden, Appenzell Innerrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zürich, Zug

Liquidität

Unternehmen sollen rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10 Prozent des Umsatzes erhalten. Bis zu 500'000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100 Prozent vom Bund abgesichert. Darauf wird kein Zins erhoben. Die Verordnung tritt am 26. März 2020 in Kraft; ab diesem Zeitpunkt können Kreditgesuche gestellt werden. Detaillierte Informationen und die Verordnung des Bundes finden Sie hier
Am besten wenden Sie sich an Ihren Kundenberater bei Ihrer Hausbank oder PostFinance. Viele Banken haben bereits ein Anmeldeformular auf ihre Homepage hochgeladen.

Für die Berechnung der Liquidität hat JardinSuisse ein Excel-Tool erstellt. 

Liquiditätspuffer im Steuerbereich

Unternehmen bekommen die Möglichkeit Zahlungsfristen zu erstrecken, ohne Verzugszins zahlen zu müssen. Aus diesem Grund wird für die Mehrwertsteuer, für Zölle, für besondere Verbrauchssteuern und für Lenkungsabgaben in der Zeit vom 21. März 2020 bis 31. Dezember 2020 der Zinssatz auf 0,0 Prozent gesenkt. Es werden in dieser Zeitspanne keine Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Für die Direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

ESTV - Massnahmen aufgrund COVID-19 


Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub von voraussichtlich bis zu sechs Monaten gewährt werden. 


Aktuelle Meldungen zum Massnahmenpaket des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen finden Sie hier

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