Strukturdaten zur Schweizerischen Baumschulwirtschaft 1985 und 1996/2002
(provisorische Zahlen)
| Schweiz | Organisierte Baumschulen | ||
| 1985 | 2002 | 1985 | 2005 |
Betriebe | 164 | 1) | 115 | 108 |
< 1 ha | | | | 12 |
> 1 - < 2 ha | | | | 11 |
> 2 - < 5 ha | | | | 39 |
> 5 - < 10 ha | | | | 21 |
> 10 - < 20 ha | | | | 17 |
> 20 ha | | | | 3 |
Baumschulfläche | 1'412 ha | 985 ha | 697 ha | 645 ha |
Ziergehölze | 1'062 ha | 1) | 505 ha | 483 ha |
Forstpflanzen |
| 144 ha | -- | 50 ha |
Stauden | 128 ha | 1) | 28 ha | 33 ha |
Obstgehölze; Beerensträucher | 155ha | 1) | 114 ha | 96 ha |
Rosen | 67 ha | 1) | 50 ha | 33 ha |
Containerpflanzen | - | - | 85 ha | 121 ha |
Beschäftigte | 1580 | 1) | | 1'311 |
Lehrverhältnisse | | | | 167 |
Umsätze Baumschulen Schweiz in Franken | | ca.250 Mio. | | ca. 180 Mio. |
Import | | ca. 110 Mio. | |
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1) Die Landwirtschaftsstatistik von 1996 sagt leider nur noch wenig über die Strukturen der Baumschulen und Staudengärtnereien aus. | ||||
Die Betriebsstrukturen der Baumschulen
Die Betriebsstrukturen im Verband Schweizerischer Baumschulen sind, wie obige Zusammenstellung zeigt, sehr unterschiedlich. Zunächst ist festzustellen, dass der Kleinbetrieb mit einer Kulturfläche bis 5 ha überwiegt. Von den 107 Mitgliedern des VSB bewirtschaften bewirtschaften 60 % eine Fläche von weniger als 5 ha. Die durchschnittliche Betriebsgrösse liegt bei rund 6 ha. In der Tat kann ein 6-ha-Betrieb als typisch schweizerisch bezeichnet werden, zumal diesem Betrieb auch eine typische Betriebsstruktur eigen ist.
Die meisten Baumschulen sind im schweizerischen Mittelland angesiedelt. Nur wenige sind in den Alpentälern, im Jura und im Tessin zu finden.
Die Ziergehölze werden in einem recht breiten Sortiment kultivieren, flächenmässig rund einen Sechstel in Containern. Dazu kommt oft noch die Produktion von Obstgehölzen, Rosen und Stauden sowie von Beerensträuchern. Dieses Bild der schweizerischen Baumschulen bedarf aber der Nuancierung.
Es können folgende Betriebstypen unterschieden werden:
Freilandbaumschulen, die ihre Pflanzen vorwiegend im gewachsenen Boden ziehen. Im Freiland produziert werden Ziergehölze, Obstgehölze und Rosen.
Containerbaumschulen: Verschiedene Firmen haben sich stark auf die sogenannte Containerproduktion ausgerichtet und produzieren auf einer Fläche von mehr als 30 % der gesamten Betriebsfläche Containerpflanzen. Containerpflanzen werden Gehölze genannt, die in Plastiksäcken oder Töpfen in einer speziellen Kulturerde gezogen werden. Im Gegensatz zu den Freilandpflanzen können Containerpflanzen praktisch das ganze Jahr hindurch ge- und verpflanzt werden.
Solitärbaumschulen, die auf eine extensivere Produktion von Grossgehölzen im Freiland eingestellt sind. Solche Gehölze werden Solitäre genannt, da sie im Garten oder in einer Anlage oft an eine dominante Stelle gepflanzt werden und hier einen besonderen Akzent setzen.
Forstbaumschulen produzieren Bäume für den Wald und spezielle Sortimente von sogenannten Wildgehölzen, das heisst vorwiegend einheimische Bäume und Sträucher für Landschaftsbau, Renaturierungen und Ingenieurbiologie.
Spezialisierte Staudengärtnereien, die ein grosses Sortiment an Blütenstauden, Farne, Ziergräser, Gewürzkräuter sowie Sumpf- und Wasserpflanzen anbieten. Staudengärtnereien sind in der Regel Kleinbetriebe mit Kulturflächen von bis zu 2 ha.
Obstbaumschulen, das heisst Betriebe, die sich auf die Produktion von Obstgehölzen- und Beerensträuchern spezialisiert haben. Die Hauptabnehmer dieser Produktion sind professionelle Obstbauern und Beerenproduzenten. Die Obstunterlagenproduzenten sind Spezialisten für den Anbau von Obstunterlagen, die in den Obstbaumschulen zu Obstbäumen veredelt und herangezogen werden.
Rosenschulen, also Baumschulen, die vorwiegend oder ausschliesslich auf die Produktion von Rosen ausgerichtet sind
Jungpflanzenbaumschulen: Einige Firmen haben eine leistungsfähige Jungpflanzenproduktion aufgebaut. Die Jungpflanzen werden an andere Baumschulen und Staudengärtnereien zur Weiterkultur verkauft.
Andres Altwegg
Fachabteilung Produktion Baumschule
Tel: 044 388 53 50
Fax: 044 388 53 25
a.altwegg(at)jardinsuisse.ch
Elke Brülhart
Tel: 044 388 53 27
Fax: 044 388 53 40
e.bruelhart(at)jardinsuisse.ch
JardinSuisse
Bahnhofstrasse 94
5000 Aarau





